10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Sergej Lukianenko  [ Russland ]

Biographie

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© Daams Naber

Gast des ilb 2010.

Bibliographie

Trinadtsatyj gorod

Izdatelstwo AST

Moskau, 1990

Das Schlangenschwert

Beltz & Gelberg

Weinheim, 2009

[Ü: Ines Worms]

Die Wächter-Trilogie

Heyne

München, 2008

[Ü: Christiane Pöhlmann]

Die Ritter der vierzig Inseln

Heyne

München, 2009

[Ü: Matthias Dondl]

Trix Solier. Zauberlehrling voller Fehl und Adel

Beltz & Gelberg

Weinheim, 2010

[Ü: Christiane Pöhlmann]

Sergej Lukianenko, 1968 in Karatau, Kasachstan, geboren, gilt als der populärste russische Fantasy- und Science-Fiction-Autor der Gegenwart. Nach seinem Medizinstudium war er kurze Zeit als Psychiater tätig, bevor er seinen Beruf zugunsten seiner Schriftstellertätigkeit aufgab. Anfang der 1990er Jahre war er aktives Mitglied der russischen Fantasy- und Science-Fiction-Fangemeinde und veröffentlichte erste Erzählungen. Als literarische Vorbilder benennt er Robert A. Heinlein, die Strugatsky-Brüder sowie Wladislaw Krapiwin.

Erste internationale Aufmerksamkeit brachte ihm der Roman »Rytsary Soroka Ostrovov« (1990; dt. »Die Ritter der vierzig Inseln«, 2009). Rasch entwickelte er einen unverwechselbaren Erzählstil. 1998 gelang ihm dann schließlich mit »Nochnoi Dozor« (dt. »Wächter der Nacht«, 2005) und den weiteren Bänden der Tetralogie »Dnjevnoi Dozor« (1999; dt. »Wächter des Tages«, 2005), »Sumerechnij Dozor« (2001, dt. »Wächter des Zwielichts«, 2006) sowie »Poslednij Dozor« (2006; dt. »Wächter der Ewigkeit«, 2007) der internationale Durchbruch. Maßgeblich wurde der internationale Erfolg der Bücher unterstützt durch die Verfilmung der beiden ersten Bände, an deren Drehbuch Sergej Lukianenko ebenfalls mitschrieb. »›Nochnoi Dozor‹ ist originell, sardonisch und erfüllt von dem überraschenden Gefühl, dass vieles davon für den Autor und sein Publikum völlig neu geprägt ist«, urteilt Roz Kaveney in »The Independent« 2006. Immer wieder nutzt der Autor seine Romane auch, um existenzielle individuelle sowie gemeinschaftliche Grundsituationen zu diskutieren, durchaus mit gesellschaftskritischen Untertönen und einer satirischen Schärfe. In seinem aktuellen Jugendbuchtext »Nedotepa« (2009; dt. »Trix Solier. Zauberlehrling voller Fehl und Adel«, 2010) präsentiert er nicht nur einen neuen Erzählton, sondern auch eine interessante Kombination aus Schelmen- und Bildungsroman innerhalb des Fantasy-Genres. Durch einen Putsch seiner Eltern und seines Königreichs beraubt, schwört der junge Prinz Trix Solier Rache und begibt sich in die Magierausbildung. Minderbemittelte Minotauren, verwirrte Feen und eine Prinzessin, die es vor ihrer Zwangsverheiratung zu retten gilt, sind dabei nur einige seiner Reisebekanntschaften auf dem Weg zurück auf den Thron.

Sergej Lukianenko erhielt zahlreiche nationale sowie internationale Auszeichnungen, u. a. 1999 den Aelita-Literaturpreis als bis dato jüngster Autor für Leistungen auf dem Gebiet der fantastischen Literatur sowie 2007 für seinen Jugendroman »Tanzi na Snegu« (2000; dt. »Das Schlangenschwert«, 2009) den renommierten Corine-Preis. Heute lebt Sergej Lukianenko als freier Autor und Drehbuchautor in Moskau.

[http://www.lukianenko.ru]

Sergej Lukianenko
© Ali Ghandtschi

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