10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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András Baranyai  [ Ungarn ]

Biographie

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© privat

Gast des ilb 2010.

Bibliographie

Emese almája
[Text: Ottó Kiss]
Pagony
Budapest, 2006

Piroska és a farkas
Csimota
Budapest, 2006

Szerintem mindenki maradjon otthon vasárnap délután
[Text: Ottó Kiss]
Csodaceruza
Budapest, 2006

Vaker
[Text: Tamás Vincze]
Csimota
Budapest, 2007

PapaApa
Csimota
Budapest, 2008

András Baranyai, 1974 in Debrecen, Ungarn, geboren, studierte Grafikdesign an der Moholy-Nagy-Universität für Angewandte Kunst in Budapest und arbeitet seitdem als freier Grafiker sowie Illustrator. In den vergangenen Jahren hat er vor allem Kinder- und Schulbuchillustrationen veröffentlicht. In diesen verbindet er klassische Illustrationsstile und -elemente mit den Möglichkeiten digitaler Bildgestaltung sowie Zeichenelementen des Comics. 2006 nahm er zusammen mit vier weiteren jungen ungarischen Illustratoren an einem vom Verlag Csimota für die Internationale Kinderbuchmesse Bologna ausgeschriebenen Illustrationsprojekt teil, in dessen Rahmen das weltberühmte Märchen »Rotkäppchen« textlos interpretiert werden sollte. Es entstanden fünf völlig unterschiedliche Bilderbuchkonzepte, die einen interessanten Einblick in die aktuelle Bilderbuchszene Ungarns bieten. Sie offenbaren die unterschiedliche Annäherung der Illustratoren an den Märchentext und die daraus resultierenden Erzählstrategien. András Baranyais Illustrationen in »Piroska és a farkas« (Ü: Rotkäppchen) spielen nicht nur mit dem Medium Buch − u. a. über die visuelle Seitengestaltung sowie eine ungewöhnliche Blickführung −, sondern auch mit der Erwartungshaltung der kindlichen Leser, die ein altbekanntes Märchen hier in einer modernen Bilderwelt neu erzählt vorfinden. Neben weiteren Märchenbänden illustrierte András Baranyai auch Kinderlyrik u. a. von Ottó Kiss in »Emese almája« (2006; Ü: Emeses Apfel), dessen Prosatext »Szerintem mindenki maradjon otthon vasárnap délután« (2006; Ü: Ich denke, jeder sollte an einem Sonntagnachmittag zu Hause bleiben) er ebenfalls mit Illustrationen versah. Mit »Vaker« (2007; Ü: Tonhöhe) beteiligte sich der Illustrator überdies an einem Buchprojekt für Jugendliche, das einzelne Worte und Ausdrücke in Gebärdensprache darstellt mit dem Ziel, das Interesse Gleichaltriger für die Gebärdensprache und den Alltag tauber Menschen zu wecken. Um sie mit dem Bild-Text-Konzept noch stärker anzusprechen, sind einige der illustrierten Begriffe der aktuellen Jugendsprache sowie den in der Pubertät dominierenden Themenfeldern wie Liebe oder Freundschaft entnommen. Sein Bilderbuch »PapaApa« (2008; Ü: PapaVater) wendet sich hingegen vor allem an Kinder im Vorschulalter und offenbart erneut den hintergründigen Humor des Ungarn, wenn er augenzwinkernd von unterschiedlichen Typen von Familienvätern in durchaus charakteristischen Situationen, die es zu meistern gilt, erzählt. András Baranyai erhielt nationale und internationale Auszeichnungen. Er lebt in Budapest.

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