10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Ted van Lieshout  [ Niederlande ]

Biographie

Ted van Lieshout Portrait
© privat

Gast des ilb 2008.

Bibliographie

Multiple Noise
Leopold
Amsterdam, 1992

Der allerliebste Junge von der ganzen Welt
Middelhauve
München, 1998
[Ü: Mirjam Pressler]

Jij bent mijn mooiste landschap
Leopold
Amsterdam, 2003

Bruder
Beltz & Gelberg
Weinheim, 2004
[Ü: Mirjam Pressler]

Van Ansjovis tot Zwijntje
Leopold
Amsterdam, 2006
[Ü: Sieb Posthuma]

Papieren Museum 3. De engel met twee neuzen
Leopold
Amsterdam, 2007

Kwam dat zien! Kwam dat zien!
[Text: Gerbrand Bakker, Toon Tellegen u.a.]
Querido
Amsterdam, 2008

Twee ons liefde
Leopold
Amsterdam, 2008

Übersetzung: Mirjam Pressler, Sieb Posthuma

Auf die Frage »Weshalb Poesie?« entgegnete Ted van Lieshout: »Das Schöne an der Poesie ist natürlich, dass ich selbst bestimme, was Poesie ist.« Der Grafiker, Lyriker und Prosaschriftsteller wurde 1955 in Eindhoven geboren und gehört zu den eigenwilligsten Kinder- und Jugendbuch-Literaten der Niederlande. Er studierte Illustration und Grafikdesign an der Rietveld-Akademie in Amsterdam, arbeitete für verschiedene Verlage und begann 1982, für die Kinderzeitschrift »De Blauw Geruite Kiel« zu illustrieren. 1986 wurden van Lieshouts erste Bücher publiziert, darunter der Gedichtband für Kinder »Van verdriet kun je grappige hoedjes vouwen« (Ü: Aus Kummer lassen sich lustige Hüte falten), der den Vlag en Wimpel (1987) erhielt. In rascher Folge entstanden Lyriksammlungen, Geschichten und Romane, Theaterstücke, Songtexte, Hörspiele und Drehbücher.

Ted van Lieshout verfügt über eine bemerkenswerte Palette an Ausdrucksmöglichkeiten. Dass er seine Werke als »Literatur & Kunst-Galerien« anlegt, macht sie zu kompromisslosen Unikaten in Konzept und Ausführung. »Es gibt keinen großen Unterschied zwischen einem Gedicht und einer Zeichnung«, sagt er. »Man beginnt mit einem leeren Blatt Papier, auf dem etwas lebendig werden soll. Man zeichnet mit Linien Worte oder man ›schreibt‹ mit Linien eine Zeichnung.« Themen seiner herausfordernden Poesie für junge Leser, die sich außer der Strophenform keinem sprachlichen Reglement fügt, sind die zwiespältigen Stimmungen des Erwachsenenwerdens und die Suche nach Geborgenheit und Identität. Seinen Anspruch an ein »konzeptionelles Gesamtkunstwerk« dokumentiert stellvertretend das Poesie-Bilderbuch »Mama! Waar heb jij het geluk gelaten?« (2005; Ü: Mami! Wo hast Du das Glück gelassen?), das mit dem Zilveren Griffel (2006) prämiert wurde. Van Lieshout versammelt hier Gedichte in Form von Kreuzworträtseln, Reflexionen über den Verlust des Vaters und die innige Beziehung zwischen Mutter und Sohn, Gedichte über Papageifische, über die Nacht und das Glück sowie ein Sonett aus Dreiecken, Quadraten, Kreisen und Rechtecken. Als integrierende Illustrationen verwendet er Fotografien, Computergrafik und Federzeichnungen, deren Bezug und Entstehungsgeschichte er am Ende des Buches erläutert. Der Jugendroman »Gebr.« (1996; dt. »Bruder«, 1998), der vielfach übersetzt und mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis (1999) ausgezeichnet wurde, gehört zu van Lieshouts bekanntesten Prosawerken. Mit emotionaler Dichte und melancholischem Humor erzählt er von der Liebe, dem Sterben und der Angst, sich zum Anderssein zu bekennen.

Mit genreübergreifenden Buchprojekten wie dem Essay »Stil leven: een tentoonstelling« (1998; Ü: Stillleben: eine Ausstellung), der Kunstbuch-Reihe »Papieren museum« (2002ff; Ü: Museum aus Papier) oder dem Zählbuch »3« (2007), das er für das Rijksmuseum in Amsterdam entwickelte, weitet Ted van Lieshout die Genregrenzen der Kinder- und Jugendliteratur immer weiter aus. Für sein vielseitiges Werk erhielt der Künstler u.a. den Premio Pier Paolo Vergerio (1993), den Gouden Griffel (1995) und den Nienke van Hichtumprijs (2001). Er lebt in Amsterdam.

© internationales literaturfestival berlin

[http://tedvanlieshout.info/]

Berlin View

When I was young I got a postcard from this painting (which you see three times, by Ferdinand von Rayski: Porträt Hans Haubold von Einsiedel, 1855) and I thought it looked very much like me (the photo on the far right). I always wanted to go and see the painting with my own eyes, and in 1999 I got the chance to go to Berlin. It so happened that the painting was exhibited at that very same time in one of the museums! The Berlin search for this painting is the main story in PAPIEREN MUSEUM 1. This book is a kind of tribute to Berlin. PM1 is an introduction on how you can turn a visit to the museum into something pleasant for children.

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