10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Tony Hoagland  [ USA ]

Biographie

Tony Hoagland Portrait
© Dorothy Alexander

Gast des ilb 2007.

Bibliographie

Talking to Stay Warm
Coffee House Press
Minneapolis, 1986

Sweet Ruin
University of Wisconsin Press
Madison, London, 1993

Donkey Gospel
Graywolf Press
Saint Paul, Minn., 1998

What Narcissism Means to Me
Graywolf Press
Saint Paul, Minn., 2003

Hard Rain
Hollyridge Press
Venice, Cal., 2005

Real Sofistakashun
Graywolf Press
Saint Paul, Minn., 2006

Übersetzer: Rainer G. Schmidt

Tony Hoagland wurde 1953 im nordkalifornischen Fort Bragg geboren und wuchs als Sohn eines Armeearztes an verschiedenen Militärstandorten auf. Nach einer unsteten Zeit, in der er mehrere Schulen besuchte, als Erntehelfer arbeitete und alternative Lebensformen aus pr obierte, studierte er an der University of Iowa und erlangte schließlich an der University of Arizona den Magistertitel in Kreativem Schreiben.
Eine charakteristische Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit, das souveräne Spiel mit der Umgangss pr ache sowie die Beschreibung des amerikanischen Alltagslebens bilden wichtige Merkmale von Hoaglands Werk. 1992 legte er den Lyrikband »Sweet Ruin« (Ü: Süßer Ruin) vor, der mit dem Zacharis Award und dem Brittingham Prize ausgezeichnet wurde. Der Kritiker Steven Cramer urteilte: »[Hoaglands] kraftvolle, dialogorientierte Zeilen schnellen von narrativen Passagen über metaphorische Stellen zu spekulativen Meditationen und wenden sich dann ges pr ächig-flink zurück zum sehr amerikanischen Interieur des Buches.«
Nach »Donkey Gospel« (1998; Ü: Esels-Evangelium), ausgezeichnet mit dem James Laughlin Award, wandte sich Hoagland in seiner Lyrik von der Haltung der Selbstinspektion zu einer stärker beschreibenden, nicht-linearen Darstellungsform. Der Problematik der Erzählperspektive widmet sich Hoagland auch in seinem poetologischen Essay »Self-Consciousness« aus der Sammlung »Real Sofistakashun« (2006; Ü: Echte Fafeinarung). Die Beschäftigung mit demselben Thema klingt im Titel des Gedichtbandes »What Narcissism Means to Me« (2003; Ü: Was mir Narzissmus bedeutet) ebenfalls ironisch an. Der scharfe Witz, mit dem er sein Heimatland zeichnet, erhält sich in den Gedichten dieser Sammlung ebenso wie in dem zuletzt publizierten Lyrik-Heft »Hard Rain« (Ü: Harter Regen) von 2005.
Im selben Jahr wurde Hoagland »für seinen Beitrag zum Humor in der amerikanischen Poesie« mit dem Mark Twain Award ausgezeichnet. Unter seinen weiteren Ehrungen finden sich ein Stipendium der Guggenheim-Stiftung und der O.B. Hardisson Prize »für Lyrik und Lehre«. Hoaglands Texte erschienen in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien. Er lehrt an der University of Houston.

© internationales literaturfestival berlin

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