10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Tariq Ali  [ Großbritannien, Pakistan ]

Biographie

Tariq Ali Portrait
© Hartwig Klappert

Gast des ilb 2002, 2003, 2005, 2007.

Bibliographie

The new revolutionaries; a handbook of the international radical left
Morrow
New York, 1969

Pakistan : military rule or people's power
Morrow
New York, 1970

1968 and after : inside the revolution
Blond and Briggs
London, 1978

Trotzky für Anfänger
Rowohlt
Reinbek, 1980
[Ü: Niko Hansen]

Can Pakistan survive? : the death of a state
Penguin
Harmondsworth, 1983

Die Nehrus und die Gandhis: Eine indische Dynastie
Ullstein
Frankfurt/Main, 1985
[Ü: Erwin Duncker, Martin Pfeiffer]

Moskauer Gold
Rowohlt-Theater-Verlag
Reinbek, 1990
[Ü: Alexander F. Hoffmann und Hannelene Limpach]

Im Schatten des Granatapfelbaums
Diederichs
München, 1994
[Ü: Margarete Längsfeld]

Fear of Mirrors
Arcadia Books
London, 1998

Das Buch Saladin
Diederichs
München, 1998
[Ü: Petra Hrabak u.a.]

Ugly Rumours. An Instant Playscript.
Nick Hern Books
London, 1998

Street Fighting Years: Autobiographie eines ´68ers
Neuer ISP-Verlag
Köln, 1998
[Ü: Monika Claus-Feikert ]

Die steinerne Frau
Hugendubel
Kreuzlingen, 2001
[Ü: Petra Hrabak u.a.]

Fundamentalismus im Kampf um die Weltordnung
Hugendubel
München, Kreuzlingen, 2003
[Ü: Gabriele Gockel u.a. ]

Bush in Babylon
Heyne
München, 2005
[Ü: Norbert Juraschitz, Ursel Schäfer]

Der Sultan von Palermo
Hugendubel
München, Kreuzlingen, 2005
[Ü: Ursula Pesch, Karin Schuler ]

The Dictatorship of Capital
Verso
London, 2005

Conversations with Edward Said
Seagull
Calcutta, 2005

Speaking of Empire and Resistance: Conversations with Tariq Ali;
by Tariq Ali, David Barsamian
The New Press
New York, 2005

Rough Music: Blair, Bombs, Baghdad, London, Terror
Verso
London, 2006

The Leopard and the Fox : A Pakistani Tragedy
Berg
Oxford, 2006

Piraten der Karibik: Die Achse der Hoffnung
Hugendubel
Kreuzlingen, 2007
[Ü: Michael Beyer]

Übersetzer: Michael Beyer, Erwin Duncker, Gabriele Gockel, Petra Hrabak, Norbert Juraschitz, Margarete Längsfeld, Ursula Pesch, Martin Pfeiffer, Ursel Schäfer, Gerlinde Schermer-Rauwolf, Karin Schuler, Sonja Schumacher, Rita Seuß, Robert A. Weiß

Tariq Ali wurde 1943 im indischen Lahore geboren, das damals noch unter britischer Kolonialherrschaft stand und seit 1947 zu Pakistan gehört. Um einer mehrjährigen Gefängnisstrafe zu entgehen, die ihm drohte, nachdem er als Studentenrat öffentliche Demonstrationen gegen die Militärdiktatur organisiert hatte, sah er sich gezwungen nach England zu emigrieren. In Oxford studierte er Politik und Philosophie und wurde als erster Pakistani zum Vorsitzenden der Oxforder Studentenvereinigung gewählt. Während des Vietnamkrieges brachten ihm öffentliche Debatten mit Persönlichkeiten wie Henry Kissinger oder Michael Stewart politische Anerkennung ein. 1966 wurde er Mitglied der Bertrand-Russell-Friedensstiftung, für die er in Kriegsgebiete und Krisenregionen reiste. Er entwickelte sich bald zu einem führenden Vordenker und Wortführer der englischen Studentenrevolte von 1968. Seit dieser Zeit ist er auch Mitherausgeber der »New Left Review«, einer der wichtigsten unabhängigen Zeitungen der internationalen Linken.
Ali trat auch als Filmemacher und Schriftsteller hervor, der immer wieder die Konflikte zwischen den westlichen Gesellschaften und seiner islamischen Heimat thematisiert. Als »Grenzgänger zwischen der westlichen und arabischen Welt«, wie ihn Daniel Cohn-Bendit charakterisierte, »kennt er wie kein anderer die Konflikte beider Seiten und ihre historischen Wurzeln.« Nach seinem ersten Roman »Redemption« (1991; Ü: Erlösung), einer satirischen Darstellung der extremen Linken in Europa, begann er unter dem Eindruck des ersten Golfkrieges einen fünfteiligen Romanzyklus über den Islam. »Shadows of the Pomegranate Tree« (1992; dt. »Im Schatten des Granatapfelbaums«, 1993) beschreibt den Verfall der muslimischen Zivilisation in Spanien. Das Buch wurde in mehrere Sprachen übersetzt und war Alis literarischer Durchbruch. Als viertes Werk aus dieser Reihe erschien zuletzt »A Sultan in Palermo« (2005; dt. »Der Sultan von Palermo«, 2005), ein im 12. Jahrhundert angesiedelter historischer Roman, der am Hof des Normannenkönigs Roger II. im islamisch geprägten Sizilien spielt. Die Geschichte des christlichen Herrschers, an dessen Lebensende sich eine Ära der Toleranz gegenüber Muslimen und Juden dem Ende zuneigt, ist mit der biografischen Darstellung des großen Gelehrten, Kartografen, Geografen und Arztes Abu Abdullah Muhammad al-Idrisi verknüpft.
Die Anschläge vom 11. September 2001 bewegten Ali zur Veröffentlichung des Sachbuchs »The Clash of Fundamentalisms« (2002; dt. »Fundamentalismus im Kampf um die Weltordnung«, 2002). Mit der kontroversen Stellungnahme, die Ali in dieser Publikation abgab, löste er eine breite Debatte aus. Er vertritt die These, »dass sich heute zwei Fundamentalismen gegenüberstehen, der religiöse und der imperialistische.« 2003 veröffentlichte er eine ebenso kritische wie deutliche Stellungnahme zum zweiten Irakkrieg. »Bush in Babylon« (2003; »Bush in Babylon. Die Re-Kolonisierung des Irak«, 2003) denunziert die Bestrebungen der Besatzer, sich den Irak als Rohstoffquelle und neuen Markt untertan zu machen. Ali veröffentlicht in zahlreichen internationalen Medien – darunter die »Frankfurter Allgemeine Zeitung«, die »Süddeutsche Zeitung«, »taz«, »Financial Times« und »The Guardian« – Artikel über die aktuelle politische Lage im Mittleren und Nahen Osten. Der Autor lebt in London.

© internationales literaturfestival berlin

[http://www.tariqali.org/]

Berlin View

All my non-fiction is written in my study in North London. No music in the background. Telephone rings and interruptions fail to disrupt the flow. It's different for fiction. I usually try and find a Writer's Retreat close to the sea without any communications except for emergencies. All my novels have been written with the sea close by and with music. Classical music, but not opera. Shostakovich's string quartets, Beeethoven's symphonies and piano sonatas and Mozart have helped a great deal over the years. The only interruptions I permit myself are two meals a day. It starts slowly but as I get into the rhythm the mind produces more words each day till an acceptable average emerges. Pushkin once compared writing poetry to a cobbler dependent on producing a pair or two of shoes each day. I know what he meant.

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