10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Sieb Posthuma  [ Niederlande ]

Biographie

Sieb Posthuma Portrait
© Ellis Faas

Gast des ilb 2007.

Bibliographie

Sla ik mijn vrouw wel hard genoeg?
[Text: Theo van Gogh]
Veen
Amsterdam, 1996

Ik en mijn monster
[Text: Mathijs Beentjes]
Lemniscaat
Rotterdam, 1997

Feestbeest
Lemniscaat
Rotterdam, 1997

Jacht naar de waarheid
[Text: Eirik Newth]
Lemniscaat
Rotterdam, 1998

De heldendaden van Don Quichot
[Text: Miduel de Cervantes Saavedra]
Ploegsma
Amsterdam, 2000

De circusfietser 
[Text: Harm de Jonge]
Van Goor
Amsterdam,  2001

Oog in oog in oog in oog 
[Text: Eva Gerlach]
Querido
Amsterdam, 2001

Rintje
Lemniscaat
Rotterdam, 2001

Frankrijk
[Text: Pauline Michgelsen]
Querido
Amsterdam, 2002

Ruik eens wat ik zeg
[Text: Jan Paul Schutten]
Querido
Amsterdam, 2003

Rintje ruikt avontuur
Querido
Amsterdam, 2003

Het bovenzeeërtje
[Text: Paul Steenhuis]
Rubinstein
Amsterdam, 2004

Peter en de Wolf
[Text/Musik: Sergei Prokofjew]
Gottmer
Haarlem, 2004
[mit CD]

Rintje maakt muziek
Querido
Amsterdam, Antwerpen, 2004

Waar is Rintje?
Querido
Amsterdam, Antwerpen, 2005

De leeuw is los
[Text: Annie M.G. Schmidt]
Querido
Amsterdam, Antwerpen, 2006

Mannetje Jas
Querido
Amsterdam, Antwerpen, 2006

Rintje en zijn vriendjes
Querido
Amsterdam, 2006

Van Ansjovis tot Zwijntje
[Text: Ted van Lieshout]
Leopold
Amsterdam, 2006

Feodoor heeft zeven zussen
[Text: Marjet Huiberts]
Gottmer
Haarlem, 2006

Übersetzer: Rolf Erdorf

Sieb Posthuma, Illustrator, Designer und Autor, wurde 1960 in Rotterdam geboren und ist einer der vielseitigsten niederländischen Bilderbuchkünstler. Nach seinem Studium an der Rietveld-Akademie in Amsterdam begann er als Grafikdesigner und Zeitungsillustrator zu arbeiten und wandte sich mehr und mehr der Kinderbuchillustration zu. Sein Werk reicht von politischen Cartoons und Animationsfilmen über Bilderbücher mit eigenen Texten sowie Illustrationen zu Werken von Shakespeare, Cervantes, Thomas Mann oder Annie M.G. Schmidt bis hin zur Gestaltung von Logos, Telefonkarten, CDs und Kampagnen für Wohltätigkeitsorganisationen. Im Jahr 2000 erhielt er den ehrenvollen Auftrag, die Kinder-Briefmarke der Niederlande zu entwerfen.

Sein Debüt als Autor gab Sieb Posthuma 2001 mit dem ersten Bilderbuch der preisgekrönten »Rintje«-Serie (2001ff), in der er von einem weißen Foxterrier mit schwarzen Schlappohren erzählt, der mit seinen Freunden Tobias und Henriëtte echte Kinderabenteuer erlebt. »Winnie the Pooh« und Posthumas Hund Rintje standen für die erfolgreiche Titelfigur Pate. Mal in Kartuschen angeordnet, mal fließend aufs Papier gesetzt, in leuchtenden Aquarellfarben oder mit feinem Pinselstrich erweckt der Illustrator Rintjes Hunde-Universum zum Leben, das dem der Menschen nachempfunden ist. Gemeinsam gehen die drei Freunde zur Schule, fahren Skateboard, streiten und versöhnen sich, träumen davon, Popstar zu werden, und spielen »Ich sehe was, was du nicht siehst«. Mit »Rintje« hat Sieb Posthuma einen eigenwilligen Charakter geschaffen, an dessen Gestik und Mimik sich typische Kindheitsstimmungen ablesen lassen wie Neugier, Verspieltheit und Übermut. Auf die Frage, warum er seinen eigenen Hund in Szene gesetzt habe, sagt der Künstler: »Ich sehe den ganzen Tag, wie er läuft, schaut und spielt. Er ist eine andauernde Quelle der Inspiration.« »Rintje« erscheint als Cartoon im »NRC Handelsblad« und ist in vier nachfolgenden Bilder- und Vorlesebüchern zu einer klassischen Kinderbuchfigur avanciert – mit eigener Website und regelmäßiger Fanpost. »Waar is Rintje?« (2005; Ü: Wo ist Rintje?) wird 2008 auf Deutsch erscheinen.

In einem weiteren Bilderbuch mit eigenem Text, »Mannetje Jas« (2006; Ü: Männeken Immerkalt), erzählt Sieb Posthuma, den die Tageszeitung »Het Parool« einen »großartigen Illustrator« nannte, dessen Bilderbücher sich »in Ausdruck, Atmosphäre und Farbkomposition übertreffen«, die bezaubernde Geschichte von einem Mann, der ständig friert. Immer wieder arbeitet Sieb Posthuma auch im Kontext von Oper, Ballett und Theater. Nach Illustrationen für das Bilderbuch zu Sergei Prokofjews Kinderballett, »Peter en de Wolf« (2004; Ü: Peter und der Wolf), bereitet er derzeit Bühnenbild und Kostüme für Leo Délibes’ Ballett »Coppélia« vor, das 2008 vom Niederländischen Staatsballett in Amsterdam aufgeführt wird.

1997 gewann Sieb Posthuma den Silver Award der American Society of Newspaper Design. Er wurde zweimal mit dem Preis für das beste Buchdesign (1994, 1999) sowie zweimal mit dem Ehrenzertifikat der Penseeljury (2002, 2005) ausgezeichnet. Seine Zeichnungen für das Bilderbuch »Feodoor heeft zeven zussen« (2006; Ü: Feodoor hat sieben Schwestern) wurden soeben mit dem Silveren Penseel (2007) prämiert. Der Illustrator, dessen Werke in den USA, Japan, Brasilien, Italien und Dänemark erschienen sind, lebt in Amsterdam.

© internationales literaturfestival berlin

[http://www.faasmm.com/sieb.html]

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Sieb Posthumas "Kommabild"