10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Steve Wasserman  [ USA ]

Biographie

Steve Wasserman Portrait
© Hartwig Klappert

Gast des ilb 2005.

Steve Wasserman war von 1996 bis 2005 für das Feuilleton verantwortlicher Herausgeber der »Los Angeles Times« und ist Managing Director des New Yorker Büros einer Literaturagentur. Bei seiner Tätigkeit für die »Los Angeles Times« gelang es ihm, das Niveau der wöchentlichen Literaturbeilage deutlich zu heben und ihr Ansehen zu erhöhen. Jacques Barzun, einer der anerkanntesten amerikanischen Intellektuellen, urteilte, es sei landesweit die »beste wöchentliche Literaturbeilage in jeder Beziehung – von der Buchauswahl und den Kritikern bis hin zur Schreibqualität, Länge und inhaltlichen Substanz«. Gegen den aktuellen Trend kürzerer, schneller geschriebener und einfältigerer Rezensionen setzte Wasserman auf längere, komplexere Texte. »Einer der großen Skandale des amerikanischen Journalismus«, so Wasserman, »ist die traurige Tatsache, dass zu wenige Zeitungen die Veröffentlichung von Buchrezensionen als Nachrichten betrachten, die sie ihren Lesern anzubieten verpflichtet sind. Und dann – um diesem Schaden noch eine Beleidigung hinzuzufügen – sind solche Rezensionen zu oft in einer läppischen Sprache geschrieben.« Wasserman war entscheidend am Aufbau des jährlich stattfindenden Los Angeles Times Festival of Books beteiligt, das vor kurzem sein zehnjähriges Jubiläum feierte. Dieses literarische Großereignis stellt mehr als 340 Autoren auf Lesungen, in Gesprächen und Diskussionen vor und zieht dabei regelmäßig 140 000 Besucher aus ganz Südkalifornien an. Wasserman ist Mitbegründer und Direktor des Los Angeles Institute for the Humanities an der University of Southern California, wo er auch als Dozent für Nonfiction Writing wirkte. Er war 2002 Vorsitzender der nominierenden Jury des Pulitzerpreises für allgemeine Sachbücher und gehörte 2004 der nominierenden Jury des Pulitzerpreises für Belletristik an. Wasserman wirkte zudem als redaktioneller Leiter verschiedener Verlage, darunter »Times Books«, als das Unternehmen noch zu »Random House« gehörte, und »Hill & Wang«, ein Unternehmen von »Farrar, Straus & Giroux«.

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