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Soledad Alvarez  [ Dominikanische Republik ]

Biographie

Soledad Alvarez Portrait
© privat

Gast des ilb 2005.

Bibliographie

La Magna Patria de Pedro Henríquez Ureña
Taller
Santo Domingo, 1981

El Debate sobre las generaciones
Fundación Cultural Dominicana
Santo Domingo, 1991

Vueblo Posible
Taller
Santo Domingo, 1994

Complicidades
Taller
Santo Domingo, 1998

Euskal eskultura Kutxaren bilduman
Escultura vasca en la coleccioìn Kutxa Kutxa
San Sebastián, 2000

Jorge Oteiza: pasión y razón
Nerea
San Sebatián, 2003

Übersetzer: Juana und Tobias Burghardt

Soledad Alvarez wurde 1950 in Santo Domingo, der Hauptstadt der Dominikanischen Republik, geboren. Ihre ersten Gedichte, die sie als Jugendliche schrieb, wurden in verschiedenen lokalen Zeitungen und Magazinen veröffentlicht. Zu Beginn ihrer schriftstellerischen Laufbahn war sie mit der Literaturgruppe »La Antorcha« und den Schriftstellern der »jungen dominikanischen Poesie« verbunden. In dieser Zeit betätigte sie sich auch als Verfasserin der Kolumne »Soledad Alvarez escribe A.M.« (Ü: Soledad Alvarez schreibt am Vormittag).

1975 zog Alvarez nach Kuba, wo sie Literaturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Lateinamerikanistik studierte, während sie gleichzeitig am bekannten Zentrum für Literaturforschung arbeitete, an dem sie viele lateinamerikanische Autoren kennenlernte. Nach ihrer Rückkehr in die Dominikanische Republik arbeitete sie als Journalistin, Kulturpolitikerin und Verfasserin von Essays und Gedichten. Sie war Kolumnistin für dominikanische Zeitungen wie »El Nacional« und »Listín Diario« und leitete die Kulturbeilage »Isla Abierta« der Zeitung »Hoy«. Alvarez war außerdem im Vorstand der Asociación de Críticos Literarios vertreten und war von 1992 bis 1994 Mitglied der Schriftstellervereinigung »La Casa del Escritor Dominicano«.

1981 erschien ihr Essay »La Magna Patria de Pedro Henríquez Ureña« (Ü: Das große Vaterland des Pedro Henríquez Ureña), der den berühmten dominikanischen Literaturkritiker zum Gegenstand hat. Das Werk wurde mit dem Siboney-Essay-Preis ausgezeichnet. Für die Ureña gewidmete Publikation »El Periolibro« (1996), die von der UNESCO und dem Fondo de Cultura Económica veröffentlicht wurde und ein Netzwerk iberoamerikanischer Tageszeitungen bereitstellt, zeichnete Alvarez als Herausgeberin. 1994 erschien ihr erster Lyrikband »Vuelo Posible« (Ü: Möglicher Flug). Die sowohl abstrakten als auch sinnlichen Gedichte thematisieren die Vergänglichkeit des Begehrens und loten mit einer spezifisch weiblichen Perspektive die Möglichkeiten zu einem Ausgleich zwischen Gefühl und Vernunft aus. Alvarez' Essayband »Complicidades« (1998; Ü: Komplizenschaften) vereint Kritiken und Kommentare zur dominikanischen Literatur, in denen die Autorin dem Zusammenspiel zwischen Leser, Text, Schriftsteller und Literaturgeschichte nachgeht.

Alvarez, deren Gedichte in zahlreichen dominikanischen und internationalen Anthologien erschienen, war 2002 Mitglied der Jury des renommierten mexikanischen Literaturpreises Juan Rulfo. Sie lebt in Santo Domingo.

© internationales literaturfestival berlin

Berlin View

Hier ist der Tisch, wo das Gedicht seinen Spalt schreibt,
Abgrund des Denkens,
Worin ich mich verirre,
Während ich von der Schönheit sprechen will,
Die auf der Schneide des Begehrens wächst
Und blutet.