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Jean-Claude Mourlevat  [ Frankreich ]

Biographie

Jean-Claude Mourlevat Portrait
© Hartwig Klappert

Gast des ilb 2005.

Bibliographie

Le jeune loup qui n’avait pas de nom
Milan
Touluse, 1998
Ill: : Jean-Luc Bénazet

La balafre
Pocket
Paris, 1998
Ill: Christian Heinrich

A comme voleur
Pocket
Paris, 1998
Ill: Christian Heinrich

Le Voyage de Zoé
Bordas
Paris, 1999

L’Enfant Océan
Pocket
Paris, 1999
Ill: Christian Heinrich

Les Billes du diable
Nathan
Paris, 2000
Ill: Jean-Francois Martin

Le Petit royaume
Mango
Paris, 2000
Ill: Nicole Claveloux

Regarde bien
Nathan
Paris, 2001
Ill: Alice Charbin

Je voudrais rentrer à la maison
Arléa
Paris, 2002

L’homme qui ne possédait rien
Thierry Magnier
Paris, 2002

L’homme à l’oreille coupée
Thierry Magnier
Paris, 2003

La ballade de Cornebique
Gallimard
Paris, 2003
Ill: Clément Oubrerie

La troisième vengeance de Robert Poutifard
Gallimard
Paris, 2004
Ill: Beatrice Alemagna

L’homme qui soulevait des pierre
Thierry Magnier
Paris, 2004

Sous le grand banian
Rue du monde
Paris, 2005
Ill: Nathalie Novi

Kolos et les quatre voleurs
Hatier
Paris, 2005
Ill: Isabelle Chatellard

Le combat d'hiver
Gallimard
Paris, 2006

Hannah – Der Fluss, der rückwärts fließt
Carlsen
Hamburg, 2007
Übersetzung: Maja von Vogel

Tomek – Der Fluss, der rückwärts fließt
Carlsen
Hamburg, 2007
Übersetzung: Tobias Scheffel

La prodigieuse aventure de Tillmann Ostergrimm
Gallimard
Paris, 2007
Ill: Marcelino Truong

Übersetzer: Tobias Scheffel, Maja von Vogel

Jean-Claude Mourlevat wurde 1952 in der Auvergne, Frankreich, geboren und studierte in Straßburg, Toulouse, Stuttgart, Bonn und Paris. Zunächst arbeitete er als Lehrer in Frankreich und Deutschland und absolvierte nebenher eine Theaterausbildung. Mit seinen Solo-Programmen »Anatole« (1987) und »Guedoulde« (1990) trat er mehr als 1.200 Mal auf und widmete sich in den folgenden Jahren vor allem als Schauspieler, Clown und Pantomime dem Theater. 1990 verließ er den Schuldienst, um Dramen von Brecht, Cocteau und Shakespeare zu inszenieren. 1997 begann er, für Kinder und Jugendliche zu schreiben und legte mit »La Balafre« (1998; Ü: Die Gesichtsnarbe) sein erstes Buch vor. Seitdem hat er Kurzgeschichten, Erzählungen und Romane publiziert, die von Kritik und Lesern begeistert aufgenommen wurden.

Mourlevats Texte sprechen die Intelligenz des Herzens und der Seele an. Seine Geschichten kreisen um Aufbruch, Abschiednehmen und Unterwegssein: »Für etwas zu sterben, um für etwas anderes neu geboren zu werden. Jenen Menschen auf Wiedersehen zu sagen, die im Dunkel verschwinden und bereits die Silhouette von anderen zu erkennen, die sich ankündigen und die man ebenso verlassen wird, eines Tages. Ist nicht unsere Kindheit und Jugend jener Ort unseres Lebens, an dem sich all dieses am intensivsten sammelt?« Spannend, humorvoll und poetisch erzählt Mourlevat von Kindern in außergewöhnlichen Lebenssituationen und den Abenteuern skurriler Tierfiguren – wie in »La ballade de Cornebique« (2003; Ü: Die Ballade von Cornebique) über einen Ziegenbock, der Banjo spielt und Blues singt. Mutig, frisch und dynamisch machen sich seine Figuren auf, ins Land der Phantasie zu reisen und märchenhafte Prüfungen zu bestehen. Doch Mourlevat bleibt nie ausschließlich in der bunt imaginierten Welt: Der reale Lebensalltag, Einsamkeit, Melancholie, Gewalt und das Schmerzhafte des Lebens charakterisieren ebenso das Fundament seiner Geschichten.

Angelehnt an Perraults »Der kleine Däumling« erzählt Mourlevat in »L’enfant Océan« (1999; Ü: Das Ozeankind) ein modernes Märchen über sieben Brüder, die eines Nachts ihr Elternhaus verlassen, um vor einer furchtbaren Bedrohung zum Meer zu fliehen. Von ihrem kleinsten Bruder Yann geleitet, geraten die Brüder immer mehr in eine irreale Welt. Vielstimmig formiert sich der Roman aus der Perspektive einer Sozialarbeiterin, die Yann helfen will, oder eines Lastwagenfahrers, der die Geschwister ein Stück des Weges begleitet. Das Werk wurde mit dem Prix Sorcières (2000) ausgezeichnet. In Mourlevats bezauberndem Roman »La rivière à l’envers. Part I: Tomek« (2000; dt. »Tomek – Der Fluss, der rückwärts fließt«, 2007) macht sich der dreizehnjährige Tomek auf die abenteuerliche Suche nach dem Wasser des Flusses Qjar, das unsterblich machen soll. Wie in vielen seiner Werke finden sich auch hier Referenzen zu Kinderbuchklassikern und seinen eigenen Geschichten. Ebenfalls Anfang 2007 erschien in deutscher Sprache »Hannah«, der zweite Band aus der Reihe »Der Fluss, der rückwärts fließt«.

Wie »Ferien vom eigenen Schreiben« ist für Jean-Claude Mourlevat das literarische Übersetzen. So übertrug er verschiedene Kinder- und Jugendbücher aus dem Deutschen, u.a. Michael Endes »Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer« sowie »Jim Knopf und die Wilde 13«. Er lebt mit seiner Ehefrau und zwei Kindern in der Nähe von Saint-Etienne.

© internationales literaturfestival berlin

[http://www.jcmourlevat.com]

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