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María Teresa Andruetto  [ Argentinien ]

Biographie

María Teresa Andruetto Portrait
© Hartwig Klappert

Gast des ilb 2004.

Bibliographie

Palabras al rescoldo
Ediciones Argos
Córdoba, 1993

Tama
Editorial de la Municipalidad de Córdoba
Córdoba, 1993

Caballito al viento
Aguilar
Buenos Aires, 1999
Ill: Istvan Schrítter

¡Dale Campeón!
Sicornio
Córdoba, 1999
Ill: Mayté Saine

La mujer vampiro
Sudamericana
Buenos Aires, 2001
Ill: Lucas Nine

El anillo encantado
Sudamericana
Buenos Aires, 2001
Ill: Patricia Melgar

Todo movimiento es cacería
Editorial Alción
Córdoba, 2002

Stefanos weite Reise
Atlantis
Zürich, 2003
Übersetzung: Jochen Weber

Benjamino
Sudamericana
Buenos Aires, 2003
Ill: Didi Grau

El país de Juan
Anaya
Madrid, 2003
Ill: Gabriel Hernández

La mujer en cuestión
Editorial Alción
Córdoba, 2003

Solgo
E.D.B.
Buenos Aires, 2004
Ill: Liliana Menéndez

Veladuras
Grupo Editorial Norma
Buenos Aires, 2005

Übersetzung: Jochen Weber

María Teresa Andruetto wurde 1954 in Arroyo Cabral in der argentinischen Provinz Córdoba geboren, wo sie auch heute lebt. Nach ihrem Literaturstudium an der Universidad Nacional de Córdoba spezialisierte sie sich im Bereich Kinder- und Jugendliteratur. Sie arbeitete in der Redaktion des Kinder- und Jugendbuchmagazins „Piedra Libre“ und wirkte an der Gründung eines Forschungszentrums für Kinder- und Jugendliteratur mit, dessen Direktorium sie neun Jahre angehörte. Seit Ende der achtziger Jahre sind zahlreiche Kurzgeschichten, Erzählungen, Romane, Gedichte und Theaterstücke für Erwachsene, Kinder und Jugendliche erschienen.

2003 wurde mit „Stefano“ (1997; dt. „Stefanos weite Reise“) zum ersten Mal einer ihrer Jugendromane in deutscher Sprache publiziert. Darin erzählt sie die Geschichte Stefanos, der in den vierziger Jahren nach Argentinien auswandert, um den ärmlichen Verhältnissen im italienischen Piemont zu entfliehen. Nach einer abenteuerlichen Überfahrt in die Fremde schlägt sich Stefano zunächst mit einfachen Jobs im Immigrantenhotel und auf der Rinderfarm seines Freundes Pino durch. Doch schon bald zieht es ihn fort. Als Saxophonspieler kommt er zum Zirkus, bevor er in der neuen Heimat eine eigene Familie gründet. Andruetto erscheint wie eine „schweigsame Erzählerin“, die allerdings viel zu sagen hat. Unsentimental und schlicht beschreibt sie die lange Reise eines jungen Mannes zu sich selbst. Nach und nach fügen sich die bruchstückhaften Erinnerungen und Eindrücke des Ich-Erzählers wie Puzzlestücke zusammen – literarisch raffiniert aus drei Perspektiven erzählt. „Stefano“ ist auch für die Autorin eine Reise zu den Spuren ihres eigenen Vaters. Dennoch erzählt sie nicht in biographischer Strenge. Vielmehr verknüpft sie seine Erlebnisse mit den Schicksalen von Millionen Einwanderern, die zwischen Ende des 19. und Mitte des 20. Jahrhunderts nach Argentinien kamen. „Wenn ein Buch ein Weg ist, die Welt zu begreifen und unseren Platz darin zu finden, dann hat mir „Stefano“ ermöglicht, die Erfahrungen von Hunger, Entwurzelung und Entfremdung nachzuempfinden, die Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben damals wie heute immer wieder machen.“

María Teresa Andruetto wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem für die Kinderbücher „El anillo encantado“ (1993) und „Huellas en la arena“ (1997). Mehrere ihrer Kinder- und Jugendbücher fanden Eingang in den „White Ravens“-Katalog der Internationalen Jugendbibliothek München, darunter der Erzählband „La mujer vampiro“ (2001; Ü: Die Vampir-Frau), in dem sie Elemente alter Gruselgeschichten aufgreift und diese spannend und humorvoll mit der heutigen Alltagswelt von Kindern verknüpft. Neben ihrer literarischen Tätigkeit unterrichtet die Autorin kreatives Schreiben, bildet Literaturvermittler im Kinder- und Jugendbuchbereich aus und arbeitet als Lektorin des Verlags Ediciones del Eclipse.

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