10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Heinz Janisch  [ Österreich ]

Biographie

Heinz Janisch Portrait
© Hartwig Klappert

Gast des ilb 2003.

Bibliographie

Mario, der Tagmaler
Breitschopf
Wien, Stuttgart, 1989
[Ill. Leszek Wisniewski]

Till Eulenspiegel
Bilder-Buch-Studio, Neugebauer Press
Salzburg, 1990
[Ill. Lisbeth Zwerger]

Gute Reise, Leo
St. Gabriel
Wien, 1993
[Ill: Eugen Sopko]

Ein Krokodil zuviel
Betz
Wien, 1994
[Ill: Gabriele Kernke]

Benni und die sieben Löwen
Betz
Wien, 1995
[Ill: Gabriele Kernke]

Sarah und der Wundervogel 
Bernhard Oberdieck 
Betz
Wien, 1996
[Ill. Bernhard Oberdieck]

Die kleine Marie und der große Bär
Betz
Wien, 1997
[Ill: Dušan Kállay]

Grüner Schnee, roter Klee
Jungbrunnen
Wien, 1997
[Ill: Susanne Wechdorn]

Die Prinzessin auf dem Kürbis
Gabriel
Wien, 1998
[Ill: Linda Wolfsgruber]

Der Sonntagsriese
Jungbrunnen
Wien, 1998
[Ill: Susanne Wechdorn]

Josef ist im Büro oder der Weg nach Bethlehem
Betz
Wien, 1998
[Ill: Gabriele Kernke]

Heut bin ich stark
Betz
Wien, 2001
[Ill. Silke Brix-Henker]

Ich schenk dir einen Ton aus meinem Saxofon
Jungbrunnen
Wien, 2000
[Ill: Linda Wolfsgruber]

Es gibt so Tage…
Jungbrunnen
Wien, 2001
[Ill Helga Bansch]

Zack bumm
Jungbrunnen
Wien, 2001
[Ill: Helga Bansch]

Die Reise zu den fliegenden Inseln
Jungbrunnen
Wien, 2001

Her mit den Prinzen!
Betz
Wien, 2002
[Ill: Birgit Antoni]

Wenn Anna Angst hat
Jungbrunnen
Wien, 2002
[Ill: Barbara Jung]

Zu Haus
Jungbrunnen
Wien, 2002
[Ill Helga Bansch]

Ich bin noch gar nicht müde
Betz
Wien, 2003
[Ill. Gisela Dürr]

Schenk mir Flügel
NP
St. Pölten, 2003
[Ill: Selda Marlin Soganci]

Bärenhunger
Jungbrunnen
Wien, 2003
[Ill: Helga Bansch]

Einer für alle! Alle für einen!
Betz
Wien, 2004
[Ill. Birgit Antoni]

Ein ganz gewöhnlicher Montag
Betz
Wien, 2004
[Ill: Sabine Wiemers]

Herr Jemineh hat Glück
NP
St. Pölten, 2004
[Ill: Selda Marlin Soganci]

Katzensprung
Jungbrunnen
Wien, 2004
[Ill: Helga Bansch]

Der Prinz im Pyjama
Betz
Wien, 2004
[Ill: Birgit Antoni]

Heute will ich langsam sein
Jungbrunnen
Wien, 2005
[Ill: Linda Wolfsgruber]

Morgenatz und Ringelstern
Ueberreuter
Wien, 2005
[Ill. Christine Sormann]

Rote Wangen
Aufbau-Verlag
Berlin, 2005
[Ill: Aljoscha Blau]

Cleo in der Klemme
Nord-Süd-Verlag
Gossau, Zürich, 2005
[Ill: Philippe Goossens]

Drei Birken
NP
St. Pölten, 2005
[Ill: Marion Goedelt]

Bist du morgen auch noch da?
Thienemann
Stuttgart, Wien, 2005
[Ill: Julia Kaergel]

Ho ruck!
Betz
Wien, 2005
[Ill. Carola Holland]

Ein Haus am Meer
Jungbrunnen
Wien, 2006
[Ill: Helga Bansch]

Ich bin Flonx
Residenz-Verlag
St. Pölten, 2006

Die kluge Katze
Betz
Wien, 2006
[Ill. Goedelt, Marion]

Krone sucht König
Jungbrunnen
Wien, 2006
[Ill: Helga Bansch]

Schatten
Bajazzo,
Zürich, 2007
[Ill: Artem Kostyukevich]

Zeppelin
Bajazzo
Zürich, 2007
[Ill: Heide Stöllinger]

Wenn ich nachts nicht schlafen kann
Jungbrunnen,
Wien, 2007
[Ill:Helga  Bansch]

Der Ritt auf einem Seepferd
Aufbau-Verlag
Berlin, 2007
[Ill: Aljoscha Blau]

Heinz Janisch wurde 1960 in Güssing im österreichischen Burgenland geboren und studierte Germanistik und Publizistik an der Universität Wien. Seit 1982 ist er freier Mitarbeiter des ORF-Hörfunks und leitet heute als verantwortlicher Redakteur die Reihe „Menschenbilder“. Seit der Veröffentlichung seines ersten Kinderbuchs „Mario, der Tagmaler“ (1989) hat er eine Vielzahl von Bilderbüchern, Gedichtbänden und Erzählungen für Kinder und Erwachsene vorgelegt.

Heinz Janisch versteht es, seinen Texten eine lyrische Note zu verleihen und den Zauber der Poesie in die Welt der Kinderliteratur zu tragen. In der Färbung seiner Sprache, in den überraschenden Wendungen und der Fähigkeit, Figuren und Gegenstände lyrisch zum Leben zu erwecken, darin ist Heinz Janisch unnachahmlich, unverkennbar („1001 Buch“). Zu einem großen Erfolg wurde „Ich schenk Dir einen Ton aus meinem Saxofon“ (1999) - eine Sammlung von skurrilen Geschichten und vergnüglichen Versen für Kinder ab sieben Jahre. Die einzelnen Texte kreisen um Themen, die Erwachsenen und Kindern gleichermaßen nahe sind: um das Ich, das Zuhause, um die Großeltern, um Tiere, um Liebe, um Wünsche und Träume. Vertraute Dinge und Ereignisse verändern sich in Janischs Texten, erhalten eine neue Kontur, eine merkwürdige Fremdheit: Ein Haus hat Kopfweh und zieht aufs Land, ein Kaktus rasiert sich und fährt zum Meer und ein Frosch will im Jaguar nach Afrika reisen. Sensibel und leichtfüßig spürt der Autor der Bedeutung von Worten nach, zeigt sich als stiller Beobachter und heiterer Tagträumer. Was aus seinen Texten und den eindringlichen Schwarzweiß-Illustrationen Linda Wolfsgrubers erwächst, ist mal komisch, mal traurig, mal nachdenklich oder voller Übermut: „Gestern war mein Haus betrunken! Stand da und wankte und schwankte und grölte / und sang ganz laut!“ Mit seinem Lyrikband „Heute will ich langsam sein“, der 2006 den Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis erhielt, setzte Janisch 2005 seinen Erfolg in diesem Genre fort. In seinem Bilderbuch über die resolute „Prinzessin auf dem Kürbis“ (1998) zeichnet er ein neues Prinzessinnenbild, das nichts mehr mit der zimperlichen Prinzessin auf der Erbse zu tun hat. Mit magischen Bildern ebenfalls von Linda Wolfsgruber illustriert, changiert sein Bilderbuch zwischen einem märchenhaften Ton und den frisch-frechen Aussagen der emanzipierten Prinzessin. Mit feinem Humor und großem Einfühlungsvermögen entfaltet der Autor in seiner tragikomischen Vogelgeschichte „Zack bumm!“ (2000) die Psychose des kleinen Vogels Sigmund, der nach einem Sturz aus seinem Nest nur noch „Zack bumm!“ krächzt. Illustriert von Helga Bansch erzählt er von Sigmunds Heilung auf dem großen, grasgrünen „Nachdenksofa“ des alten weißen Hasen Carl Gustav. Nach „Schenk mir Flügel“ (2003), einem Bilderbuch für jedes Alter, erschienen 2004 "Einer für alle! Alle für einen!" und "Ein ganz gewöhnlicher Montag". In dem Bilderbuch „Rote Wangen“ (2005) erfährt der Leser, wie tief und liebevoll die Beziehung zwischen zwei Generationen bis über den Tod hinaus sein kann. Unvergessen sind einem Enkelkind die vielen phantastischen und abenteuerlichen Geschichten, die ihm einst der geliebte Großvater aus seinem Leben erzählte. In der Erinnerung an sie lebt der alte Mann für seinen Enkel weiter. Das einfühlsam von Aljoscha Blau illustrierte Bilderbuch wurde 2006 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und erhielt den renommierten Bologna Ragazzi Award 2006. In Janischs 2007 veröffentlichten Kinderbuch „Schatten“, begleitet der junge Leser den kleinen Sven auf seinem phantastischen Ausflug in die Stadt, auf dem die Schatten zum Leben erwachen und hinter dem Rücken ihrer Träger so manchen Scherz treiben.

Heinz Janisch wurde für seine Kinderbücher bereits mehrvielfach ausgezeichnet, darunter dreimal mehrfach mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis (1998, 1999, 2001) sowie mehrmals mit dem Kinderbuchpreis der Stadt Wien (2004, 2005) und dem Österreichischen Staatspreis für Kinderlyrik (2005). Er ist Mitglied der Grazer Autorenversammlung und lebt in Wien und im Burgenland.

© internationales literaturfestival berlin

[http://www.heinz-janisch.com/]