10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Laura Antillano  [ Venezuela ]

Biographie

Laura Antillano Portrait
© José Antonio Rosales

Gast des ilb 2002, 2007.

Bibliographie

La bella época
Monte Avila
Caracas, 1969

La muerte del monstruo-come-piedra
Monte Avila
Caracas, 1970

Haticos casa no. 20
Dirección de Cultura de la Universidad del Zulia
Maracaibo, 1975

Un carro largo se llama tren
Monte Avila
Caracas, 1975

Cuentos de película
Publicaciones Seleven
Caracas, 1985

Dime si adentro de ti no oyes tu corazón partir
Fundarte
Caracas, 1983

La luna no es pan de horno
Monte Avila
Caracas, 1987

Solitaria Solidaria
Planeta
Caracas, 1990

¡Ay! que aburrido es leer: el habito lector y el cuento de la infancia
Universidad de Carabobo
Maracaibo, 1991

Jacobo ahora no se aburre
La Letra Voladora
Maracaibo, 1991

Tuna de mar
Fundarte
Caracas, 1991

Diana en la tierra Wayúu
Alfaguara
Santafe de Bogota, 1992

Dime si dentro de ti no oyes a tu corazón partir
Fundarte
Caracas, 1992

Perfume de gardenia
La letra voladora
Valencia (Venezuela), 1996

Una Vaca Querida
CIDCLI : Consejo Nacional para la Cultura y las Artes
Mexiko, 1996

Apuntes sobre literatura para niños
Ed. del Gobierno de Carabobo
Valencia, 1997

De la escuela salen los caminos
El caimán ilustrado
Valencia, 1999

La Palmera Luminosa
El caimán ilustrado
Valencia, 1999

Las aguas tenían reflejos de plata
Alfaguara
Caracas, 2002

Migajas
El otro, el mismo
Mérida, 2004

El verbo de la madre : obra poética
El Otro, El Mismo
Mérida, 2005

Once cuentan en sábado
Universidad de Carabobo
Venezuela, 2005

Übersetzer: Sabine Giersberg

Laura Antillano wurde 1950 in Caracas, Venezuela, geboren. Sie studierte Literaturwissenschaft an der Universidad del Zulia, wo sie anschließend Dozentin für Kinderliteratur und Leiterin des zur Universität gehörenden Puppentheaters wurde. Zu Beginn der siebziger Jahre hielt sie sich einige Zeit in Italien und Chile auf, später auch in den USA.

Auf ihr Debüt, »La bella época« (1969; Ü: Die Belle Epoque), folgten bis heute sieben weitere Erzählbände. Antillano verfasste zudem vier Romane, mehrere Bücher für Kinder und Jugendliche, zwei Lyrikbände sowie Drehbücher für Film und Fernsehen. Sie gilt als eine der produktivsten Autorinnen ihres Landes. In ihrem erzählerischen Werk setzt sie sich immer wieder mit den Verbindungen und Brüchen zwischen individuellen und kollektiven Erinnerungen und Identitäten, insbesondere von Frauen, auseinander.

Elf Jahre nach »La muerte del monstruo-come-piedra« (1970; Ü: Der Tod des Steine fressenden Monsters) folgte mit »Perfume de gardenia« (1982; Ü: Gardenienduft) ein erster historischer Roman. Er erzählt von einer jungen Schriftstellerin, die sich mit der Geschichte ihrer Mutter und Großmutter auseinandersetzt und auf diese Weise eine weibliche Genealogie Venezuelas konstruiert. Der Roman »Solitaria Solidaria« (1990; Ü: Einsam gemeinsam) schildert wiederum eine Frauenfigur auf historischer Spurensuche: Eine Universitätsdozentin trifft in Archiven auf die Tagebücher und Briefe einer rebellischen Frau, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts lebte und schrieb. Im Prozess der Lektüre dieser Dokumente stößt die Protagonistin auf die inoffizielle und vergessene Geschichte ihres Landes und reflektiert zugleich ihr eigenes Leben. Erneut wird eine weibliche Tradition hergestellt – und beide Stimmen verschmelzen schließlich zu einer gemeinsamen. Auch ihr jüngster Roman »Las aguas tenían reflejos de plata« (2002; Ü: Silbern glänzte das Wasser) thematisiert die Landeshistorie: Erzählt wird eine Familiengeschichte im Venezuela des ausgehenden 18. Jahrhunderts.

In ihrem Heimatland wurde die Autorin mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter im Jahr 1977 mit dem Preis der Zeitung »El Nacional« für ihre Erzählung »La luna no es pan de horno« (1987; Ü: Der Mond ist kein Ofenbrot), der damit zum ersten Mal an eine Frau verliehen wurde. 1987 wurde Antillano auf dem Filmfestival von Mérida für »Con cierto corazón« (Ü: Mit gewissem Herzen) als beste Drehbuchautorin in der Kategorie Kinder- und Jugendfilm ausgezeichnet. Ihr Lyrikband »Migajas« (2004; Ü: Brotkrümel) erhielt auf der Biennale »José Rafael Pocaterra« eine lobende Erwähnung.

Derzeit widmet sich Laura Antillano ihrer literarischen Arbeit, ist mit einer regelmäßigen Kolumne in der Zeitung »Notitarde« und einer Radiosendung journalistisch tätig und arbeitet als Dozentin für venezolanische Literatur an der Universität von Carabobo. Sie hält regelmäßig Schreibkurse ab und bereitet in Zusammenarbeit mit dem Centro Nacional del Libro und der Casa Nacional de las Letras Andrés Bello das jährliche Treffen der Jugendliteratur vor. Antillano lebt in Valencia, Venezuela.

© internationales literaturfestival berlin

[http://www.laurantillano.com.ve]