10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Kazuko Shiraishi  [ Japan ]

Biographie

Kazuko Shiraishi Portrait
© Doris Poklekowski, www.foto-poklekowski.de

Gast des ilb 2001.

Bibliographie

Odysseus heute. Ausgewählte Gedichte
Edition KAPPA
München, 2001
[Ü: Annelotte Pieper u.a.]

Let those who appear
New Directions
New York, 2002

Mein Sandvolk
Edition Kappa
München, 2002
[Ü: Nicole Linker]

Die Jahreszeiten der heiligen Lust
Iudicium
München, 2004
[Ü: Isolde Asai]

My floating mother, city
New Directions Publishing Corp.
New York, 2009

Kazuko Shiraishi wurde 1931 in Vancouver, Kanada, geboren. Ihre Familie nahm sie kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs mit nach Japan. 1948 schloss sie sich der von Katsue Kitazono angeführten Gruppe von Avantgarde-Dichtern VOU an und veröffentlichte 1951 ihren ersten Lyrikband. Anfang der 60er Jahre begann sie, ihre Gedichte im Rahmen von Jazz-Konzerten vorzutragen. Einige von ihnen wurden verfilmt. Zu ihren Veröffentlichungen zählen unter anderem der Lyrikbände »Season of Sacred Lust« (mit mehreren Auflagen in Japan und den USA), »Isso no canoe, mirai e modoru« (»A Canoe Returns to the Future«), »Sunozoku« (»Sand Clan«), »Moero Meiso« (»Burning Meditation«), »Hira hira hakobarete ikumono« (»One Who Is Carried Off, Fluttering«), »Arawareru mono tachi wo shite« (»Let Those Who Appear«), »Roba no kichou na namida« (»Precious Tears of The Donkey«). Sie publiziert außerdem Essays zu Musik, Kunst und Film. In viele Sprachen übersetzt, sind ihre Gedichte unter anderem in den USA, in Deutschland (»Odysseus heute«, 2001, »Mein Sandvolk«, 2002, »Die Jahreszeiten der heiligen Lust«, 2004), Korea und Mexiko erschienen.

Sie wurde in der ganzen Welt zu Lesungen eingeladen, zu Literaturfestivals nach Rotterdam (mehrmals), Jerusalem, Manila, Murcia, London, Hamburg, Durban, Vancouver, Warschau und Medellín sowie zu den Jazzfestivals in Moers und Wuppertal. Sie hat in Japan Lesungen mit Dichtern wie Allen Ginsberg und Jehuda Amichai veranstaltet, aus deren Werken sie übersetzt hat.

Sie ist zusammen mit Musikern, Tänzern und Künstlern wie Kazuo Ono, Peter Brötzmann, Sam Rivers, Itaru Oki und Aki Takase aufgetreten. Sie hat viele bedeutende japanische Lyrikpreise erhalten, darunter den begehrten Yomiuri-Literaturpreis, und ist mit der Verdienstmedaille am Violetten Band (Shijuhosho) für ihre schöpferischen Leistungen als Dichterin ausgezeichnet worden. Kazuko Shiraishi lebt in Tokyo.

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