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† Virginia Hamilton  [ USA ]

Biographie

† Virginia Hamilton Portrait
© Privat

Gast des ilb 2001.

Bibliographie

Zeely
Macmillan
New York, 1967
 
Der Planet des Patrick Brown
Einsiedeln, Benziger
Zürich, Köln, 1975
Übersetzung: Jeannie Ebner
 
Das Geheimnis der Nachtwanderer
Einsiedeln, Benziger
Zürich, Köln, 1977
Übersetzung: Inge M. Artl
 
Arilla Sun Down
Hamilton
London, 1977
 
The Gathering
Macrae
London, 1981
 
The People Could Fly
Alfred A. Knopf
New York, 1985
 
Anthony Burns: The Defeat and Triumph of a Fugitive Slave
Alfred A. Knopf
New York, 1988
 
M. C. Higgins, der Große
Beltz & Gelberg
Weinheim, Basel, 1990
Übersetzung: Heike Brandt
 
Cousins
Philomel Books
New York, 1990
 
Ants on the Melon: A Collection of Poems
Random House
New York, 1996
 
Living on Fire: A Collection of Poems
Random House
New York, 2000
 
Blue Sky Press
New York, 2000
 
Plain City
Scholastic
New York, 2002

Übersetzer: Inge M. Arlt, Heike Brandt, Jeannie Ebner, Barbara von Bechtholsheim-Leibbrandt

Virginia Hamilton wurde 1936 als jüngstes von fünf Kindern in Ohio, USA, geboren. Sie wuchs auf einer Farm in der Nähe von Yellow Springs auf, die sich seit 1850, als ihr Groß-vater der Sklaverei entkam, in Familienbesitz befand. Von 1952 bis 1955 studierte die Autorin am Antioch College Literatur und kreatives Schreiben und wechselte nach drei Jahren an die Ohio State University. Von 1958 bis 1960 setzte sie ihr Studium an der New School for Social Research in New York fort, wo sie den Dichter Arnold Adoff kennenlernte, den sie 1960 heiratete. Das Paar nannte sich selbst scherzhaft eine »two-Olivetti-family«.

In ihrem Debüt »Zeely« (1967) beschrieb Virginia Hamilton den Alltag der schwarzen Amerikaner. Sie brachte, wie viele mit ihr, ein neues Lebensgefühl zum Ausdruck: »black is beautiful«. Seitdem war die Autorin beinahe jährlich mit einer Neuerscheinung im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur vertreten. Dabei war es ihr ein großes Anliegen, Kindern Eindrücke afrikanisch-amerikanischer Kultur zu vermitteln. Den Wunsch zu schreiben, verspürte die Autorin bereits seit frühester Kindheit. Beide Elternteile waren begeisterte Leser und Geschichtenerzähler.

In ihren Geschichten verarbeitete sie Kindheitserlebnisse und Elemente ihrer Familienchronik. »Ich habe Generationen von Erinnerungen«, stellte die Autorin in einem Interview fest.

Den idealen Rahmen für ihre literarische Tätigkeit bot der Autorin das Farmland ihrer Eltern, auf das sie nach ihrem fünfzehnjährigen Aufenthalt in New York zurückkehrte, um sich dort mit ihrem Mann niederzulassen.

Ihr 1968 erschienenes Buch »The House of Dies Drear« wurde mit dem Edgar Allen Poe Award (1968) prämiert. Für den Roman »M.C. Higgins, The Great« (dt. »M.C. Higgins, der Große«), der als einziger auch in deutscher Übersetzung vorliegt, erhielt sie als erste afrikanisch-amerikanische Frau die Newbery Medal (1975). 1992 wurde ihr der Hans-Christian-Andersen-Preis für ihr Gesamtwerk verliehen. Virginia Hamilton wurde mehrfach mit einem Ehrendoktor ausgezeichnet. Sie war selbst Namensgeberin des Virginia Hamilton Literary Award, der seit 1998 jährlich im Rahmen der Virginia Hamilton Conference on Multicultural Literary Experiences for Youth verliehen wird. Die Autorin starb am 19. Februar 2002.

© internationales literaturfestival berlin

[http://www.virginiahamilton.com/]