10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Weather Stations

Die internationale Initiative stellt literarisches Erzählen ins Zentrum der Debatte über den Klimawandel.

 

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Weather Stations ist eine internationale Initiative, die Literatur und das Erzählen ins Zentrum der Debatte über den Klimawandel stellt.

Die fünf Projektpartner_innen in Berlin, Dublin, London, Melbourne und Warschau erkunden jeweils mit einem Writer in Residence, wie Literatur angesichts des Klimawandels, und damit des fundamentalsten Wandels, mit dem die Menschheit heute konfrontiert ist, Inspiration für neue Lebensweisen sein kann.

Die beteiligten Autor_innen arbeiten überdies mit Schüler_innen des Romain-Rolland-Gymnasiums und der Sophie-Scholl-Schule, um dort gemeinsam mit Lehrer_innen und Schüler_innen oder eingebettet in die lokale Gemeinde eine Gruppe junger Autor_innen zu gründen. Die Jugendlichen untersuchen, wie verantwortungsvolle junge Bürger_innen mit dem Wissen und der Motivation versorgt werden können, die es braucht, um eine nachhaltige Zukunft zu schaffen.

Literatur verleiht Konzepten Menschlichkeit. Schriftsteller_innen kreieren Welten für uns, die wir erkunden können. Wir lesen sie, sprechen mit anderen über sie und entwickeln Ideen, um gemeinsam ökologisch nachhaltig und sozial gerecht zu wirken. Wir brauchen Geschichtenerzähler_innen, die uns die Wissenschaft erklären, die uns helfen, andere Wege, als die Politik zu gehen und die viel zu eng orientierten Finanzinteressen hinter uns zu lassen. Und die uns zeigen, wie wir ein anderes Leben führen können, ein Leben, das dem ökologischen, nicht dem ökonomischen Imperativ gehorcht.

Die Texte der teilnehmden Autoren_innen und Schüler_Innen sowie Informationen zum Projekt finden Sie unter www.globalweatherstations.com.

 

Partner und Autoren beim 15. ilb, © Foto: Ali Ghandtschi

 

DIE AUTOREN

Unsere fünf Writers in Residence der Weather Stations sind eine inspirierende Gruppe von Schriftsteller_innen, die wir wegen ihres Talents, Stils und Engagement für eine nachhaltige Zukunft ausgewählt haben.

Mirko Bonné: Writer in Residence des internationalen literaturfestivals berlin

Mirko Bonné, veröffentlichte fünf Romane, fünf Gedichtbände sowie einen Band mit Aufsätzen und Reisejournalen. Bonné hat mehrere Auszeichnungen für sein Werk erhalten, darunter der französische Prix Relay du Roman d’Évasion, der Marie Luise Kaschnitz -Preis und der Rainer-Malkowski-Preis. Als Writer-in-residence hat Bonné Marseille, Rio de Janeiro und Schanghai besucht. Sein Roman Nie mehr Nacht wurde 2013 für den Deutschen Buchpreis nominiert.

    © Foto: Hartwig Klappert

Xiaolu Guo: Writer in Residence von Free Word in London

Als eine der Granta’s Best of British Writers under 40 ist Xiaolu Guo intensiv, engagiert, witzig und oft verstörend treffend. Die Autorin des Concise Chinese-English Dictionary for Lovers wurde für den Orange Prize for Fiction und als Autorin und Regisseurin von UFO in Her Eyes für den Preis der Stadt Venedig beim Filmfestival Venedig nominiert.

    © Foto: Hartwig Klappert

Jaś Kapela: Writer in Residence von Krytyka Polityczna in Warschau

Jaś Kapela ist Poet, Slammer, Romancier, Kolumnist und Blogger. Seine düsteren Comics sind stolz und links, und thematisieren den Konflikt des Individuums in einer feindlichen Umwelt. 2013 beteiligte Kapela sich an der vom Grünen Kreuz Polen organisierten Kampagne Live Green für ein ökologisches Leben. Jaś Kapela schrieb Stosunek seksualny nie istnieje (Geschlechtsverkehr gibt es nicht) und Janusz Hrystus. Sein neuester Roman Dobry Troll erschien 2015.

    © Foto: Hartwig Klappert

Oisín McGann: Writer in Residence von Tallaght Community Arts in Dublin

Oisín McGann ist einer der führenden irischen Autoren und Illustratoren von Kinder- und Jugendbüchern. In seinem literarischen Werk mischen sich Fantasiewelten mit der Realität. Seine jungen Leser_Innen konfrontiert er mit den manchmal drastischen sozialen und persönlichen Folgen des eigenen Handelns. McGanns Texte und Bilder sind anregende Katalysatoren für junge Autor_Innen, die sich mit der Metaphorik und der Frage auseinandersetzen, wie fantasievoll und provozierend über Klimawandelt geschrieben werden kann. Oisín McGann schrieb neun Romane für junge Menschen. Sein aktuelles Buch Rat Runners erschien 2013.

    © Foto: Hartwig Klappert

Tony Birch: Writer in Residence des Wheeler Centre in Melbourne

Tony Birch wurde in Downtown-Melbourne geboren. Er stammt aus einer großen Familie mit Aboriginee, West Indian und irischen Wurzeln. Seine Jugend war nicht immer leicht, wie sein Werk in vielfacher Hinsicht reflektiert. Zwei seiner Romane – Shadowboxing und Father’s Day – stehen auf dem Lehrplan der weiterführenden Schulen in Victoria. Tony Birchs Roman Blood stand 2012 auf der Shortlist des Miles Franklin Award.

    © Foto: Hartwig Klappert

 

WEATHER STATIONS BEIM 15. ILB

 

» I just now realized that there is so much more to it than just climate change. Because it is not the climate that has to be change. It is us. « (Kim, Youth Summit)

11.09.2015: Stop the Silence: Youth Summit - Jugendkonferenz

»Weather Stations« ist ein internationales Projekt unter Beteiligung des ilb, das Literatur und das Erzählen ins Zentrum der Debatte über den Klimawandel stellt. Fünf internationale Autor_innen aus Berlin, Dublin, London, Melbourne und Warschau erkundeten ab Februar 2014 mit Schulen vor Ort, wie Literatur angesichts des Klimawandels Inspiration für neue Denk- und Lebensweisen sein kann. Beim ilb 2015 fand eine dreitägige Jugendkonferenz statt, bei der 20 Schüler_innen der fünf internationalen Projektschulen aufeinandertrafen und bei der öffentlichen Abschlusspräsentation ihre entstandenen Texte, Bilder und Videos zum Thema Klimawandel präsentierten.
© Fotos: Ali Ghandtschi

 

 

 

 

11.09.2015: »Writing Climate change.« Anthologieveröffentlichung mit Tony Birch [Australien], Mirko Bonné [D], Xiaolu Guo [China/ GB], Jaś Kapela [PL], Oisín McGann [Irland]. Weather stations stellt Literatur und Sprache ins Zentrum der Debatte über den Klimawandel.

„Deep down do I really care?“ – Welchen Beitrag können Literatur und Sprache leisten, wenn es um eine der größten Krisen geht, mit der die Menschheit jemals konfrontiert war? Diese Frage stellte das internationale Projekt „Weather stations“, das Literatur und Sprache ins Zentrum der Debatte über den Klimawandel stellte. 18 Monate lang haben sich fünf Autor_Innen aus fünf Ländern intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt. Sie lasen Texte aus der Anthologie „writing climate change“ und diskutierten mit den Projektinitiator_Innen die Frage: Erhalten wir über Literatur einen anderen Zugang zur Realität des Klimawandels? Den Abschluss der Veranstaltung gestaltetenn die teilnehmenden Projektschüler_Innen, indem sie ein selbstgestecktes Ziel vielfältig ausformulierten: Stop the Silence. Die Anthologie „writing climate change“ kann hier als pdf eingesehen werden.

© Fotos: Ali Ghandtschi

 

 

 

 

12.09.2015: »Klimasprachen« - Lesung und Diskussion mit Mirko Bonné, Torsten Schäfer und Ranty Islam

Ausgehend vom Projekt »Weather Stations«, in dem in dem Literat_Innen über den Klimawandel schrieben, diskutierten der Schriftsteller Mirko Bonné, der Journalismusforscher Prof. Dr. Torsten Schäfer und der Onlinejournalist Ranty Islam, Redakteur im multimedialen Klimaprojekt »Global Ideas« (Deutsche Welle) neue Vermittlungswege für das Thema. Welche Klimasprachen gibt es? Was kann der Journalismus von der Literatur lernen? Und welche Chancen bieten multimediale Sprachwelten? Solche und ähnliche Fragen leiteten die Diskussion. Mirko Bonné stellte sein langes Erzählgedicht »Plastikmeer« vor. Vorausgegangen war der Runde eine Serie zu Sprachen des Klimawandels auf dem Portal »gruener-journalismus.de«.

© Foto: Ali Ghandtschi

 

 

WEATHER STATIONS BEIM 14. ILB


Den Klimawandel erzählen: Prof. Hans Joachim Schellnhuber [D] im Gespräch mit Xiaolu Guo [China/GB], Mirko Bonné [D] und Tony Birch [Australien] 

Die Bedrohung durch den Klimawandel ist in Nachrichten und Politik präsent, doch findet im öffentlichen Diskurs keine ernsthafte Debatte über einen Lebenswandel statt, der sich an die Herausforderungen, die die Umwelt an uns stellt, anpasst. Es scheint, als fehlte eine Sprache, die den Klimawandel jenseits von ökonomischen Interessen zugänglich macht. Im Rahmen des ilb sprach der Klimaforscher Prof. Hans Joachim Schellnhuber mit den Autoren Xiaolu Guo, Mirko Bonné und Tony Birch über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Klimaforschung und über das Potenzial der Literatur im Zusammenhang mit dem Klimawandel.

© Foto: Ali Ghandtschi

 

Den Klimawandel erzählen: Mirko Bonné [D], Tony Birch [Australien]

»Wetterstationen« ist eine internationale Initiative, die Literatur und das Erzählen ins Zentrum der Debatte über den Klimawandel stellt. Fünf Projektpartner_Innen in Berlin, Dublin, London, Melbourne und Warschau suchten jeweils einen Writer in Residence. Diese erkundeten nun gemeinsam, wie Literatur angesichts des Klimawandels und damit des fundamentalsten Wandels, mit dem die Menschheit heute konfrontiert ist, Inspiration für neue Sicht- und Lebensweisen sein kann. Der vom ilb ernannte Writer in Residence war Mirko Bonné. In der Kick-off-Veranstaltung für das »Wetterstationen«-Projekt lasen er und der australische Writer in Residence, Tony Birch, aus ihren Blogbeiträgen, in denen sie über ihre Erfahrungen mit Wetter und Klima schrieben. Sie stellten die Fragen: Wo begegnen wir dem Klimawandel? Wie können Autor_Innen auf den Klimawandel reagieren? Gibt es eine literarische Sprache, die den Klimawandel darstellen kann? – Fragen, die in der Veranstaltung auch ins Publikum getragen wurden.

© Foto: Ali Ghandtschi

 

 

 Mit der Unterstützung des Kulturprogramms der Europäischen Union

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Gefördert von der Jan Michalski Stiftung

Michalski