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10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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„Tod in der Wüste. Der Völkermord an den Armeniern“ von Rolf Hosfeld, Verlag C. H. Beck, ist ab 17. Februar im Buchhandel erhältlich

 „Aghet“ — Katastrophe — so nennen die Armenier jene grauenvollen Ereignisse, die im Frühjahr 1915 begannen. Sie sind als der erste Genozid des 20. Jahrhunderts in die Geschichte eingegangen. Rolf Hosfeld, Deutschlands bester Kenner der Ereignisse, schildert eindringlich und historisch genau den Völkermord an den Armeniern, erläutert die Hintergründe und klärt auf über ein Thema, das immer noch zu den Tabus der Geschichtsschreibung gehört. Unter den Augen der Weltöffentlichkeit werden im Frühjahr und Sommer 1915 mitten im Ersten Weltkrieg die osmanischen Armenier von der Regierung in einer Weise selektiert und zusammengetrieben, die unübersehbar „den Zweck verfolgt, die armenische Rasse im türkischen Reiche zu vernichten“. So kabelt es der deutsche Botschafter in Konstantinopel im Juli 1915 nach Berlin. Über eine Million Menschen sterben, viele von ihnen, Männer, Frauen und Kinder, weil man sie in die Wüste deportiert und dort verdursten lässt. Rolf Hosfeld hat den Opfern dieses Völkermords, der von der Türkei bis heute bestritten wird, mit seinem in diesen Tagen bei C.H. Beck erscheinenden Buch ein erschütterndes Denkmal gesetzt.

Die Buchpremiere findet am 17.2. um 19 Uhr im Einstein Forum in Potsdam, Am Neuen Markt 7, statt.