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10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Internationales Literaturfestival Odessa (ILO), 1.-4. Oktober 2015

Internationales Literaturfestival Odessa (ILO), 1.–4. Oktober 2015

Erstmals findet in diesem Jahr das Internationale Literaturfestival Odessa (ILO) statt. Die Idee hierzu entwickelte sich in einem Gespräch im Oktober 2013 (also vor Beginn der Krise in der Ukraine), das der Kiewer Autor Andrej Kurkow und die Kulturmanager Hans Ruprecht aus Bern und Ulrich Schreiber aus Berlin in Rumänien führten.

Odessa ist prädestiniert für dieses Festival:

- Historisch ist es eine der großen europäischen Städte der Literatur – wir erinnern an Alexander Puschkin (1799–1837), Adam Mickiewicz (1798–1855), Isaak Babel (1894–1940), Wladimir Jabotinsky (1880–1940) und schließlich an Ilja Ilf (1897–1937) und Jewgeni Petrow (1903–1942), die in Odessa lebten und die Stadt als literarischen Bezugspunkt entscheidend prägten.

- Odessa ist nach wie vor eine der großen kulturellen Metropolen Europas mit einer Ende des 19. Jahrhunderts eröffneten Oper, verschiedenen Theatern und einem 1984 eröffneten Literaturmuseum, das sich der Literaturgeschichte der Stadt und des Landes seit Ende des 18. Jahrhunderts widmet.

- Ethnologisch war und ist die Stadt eine der vielfältigsten in Europa, ja weltweit. Sie ist traditionell von vielen Völkern und Konfessionen geprägt und besitzt eine Geschichte, die vom Kosmos des Schwarzen Meeres mit seinen verschiedenen Kulturen beeinflusst wurde (Ukraine, Türkei, Georgien, Russland, Rumänien, Bulgarien und Griechenland).

- Geografisch ist Odessa mit über einer Million Einwohnern die größte Stadt am Schwarzen Meer. Das weltoffene Odessa und das Schwarze Meer waren über viele Jahrhunderte Grenze zwischen Europa und Asien, zwischen Orient und Okzident.

Das Festival setzt sich wie das 2010 gegründete Odessa International Film Festival zum Ziel, die kulturelle Ausstrahlung und Internationalität der Stadt zu unterstreichen und daran mitzuwirken, dass die Verbindungen zu anderen Kulturmetropolen in Europa und in anderen Kontinenten gestärkt werden.

 Dies wird sich im Programm des Festivals ausdrücken, das keinesfalls nur (aber auch) osteuropäische Akzente setzen und sich auf die Region des Schwarzen Meeres beziehen will, sondern – wie die von Hans Ruprecht und Ulrich Schreiber geleiteten Festivals in der Schweiz und Berlin – wahrhaft international gestaltet werden wird, auch durch Teilnehmer aus anderen europäischen Ländern sowie aus Asien, Afrika, Lateinamerika, den USA und Australien. Es sollen dabei neben den rein literarischen Veranstaltungen auch solche der politischen Diskurse stattfinden, die europäischen, aber auch außereuropäischen Themen gewidmet sein werden. Es wird an den oben erwähnten Orten, aber auch in der Universität und an Schulen präsentiert.

Das Festival ist zweisprachig angelegt: die Texte ausländischer Autoren werden in der Originalsprache und in einer ukrainischen Übersetzung gelesen. Die Gespräche werden simultan oder konsekutiv übersetzt.

Die Organisatoren werden bestrebt sein, das ILO sowohl in die bestehenden regionalen literarischen Netzwerke inkl. der Festivals in Lemberg, Czernowitz und Iaşi (Rumänien) sowie der Buchmesse in Kiew zu integrieren als auch internationale Kooperationen mit anderen internationalen Literaturfestivals und der Word Alliance zu lancieren.

Organisatorisch wird das Festival durch ein Komitee vor Ort unterstützt, das sich am 17. Juli 2015 11 Uhr gemeinsam mit den Initiatoren und Leitern bei einer Pressekonferenz vorstellen wird. Bei dieser Gelegenheit wird auch das Programm des 1. ILO präsentiert.

 

Bern und Berlin, 15. Juli 2015

Hans Ruprecht und Ulrich Schreiber

 

Pressemitteilungen:

Ukrainisch

Russisch

Deutsch

Englisch

 

1. Internationales Literaturfestival Odessa (ILO), 1.–4. Oktober 2015
PROGRAMM
Stand 15. Juli 2015

Autoren die bereits zugesagt haben:

- Juri Andruchowitsch, Ukraine
- Lukas Bärfuss, Schweiz
- Marica Bodrožić,  Deutschland
- Melvin Burgess, Großbritannien
- Thomas Espedal,  Norwegen
- Yves Grevet, Frankreich
- Nino Haratischwili, Georgien/ Deutschland
- Viktor Jerofejew, Russland
- Irena Karpa, Ukraine
- Sema Kaygusuz,  Türkei
- Borys Khersonskyj, Ukraine
- Andrej Kurkov, Ukraine
- Barbara Lehmann, Deutschland
- Pankaj Mishra, Indien / Großbritannien
- Nils Mohl, Deutschland
- Vera Poloskova, Russland
- Ilma Rakusa, Schweiz
- Alberto Ruy Sanchez, Mexiko
- Joachim Sartorius, Deutschland
- John Ralston Saul, Kanada
- Michail Schischkin , Russland/ Schweiz
- Zveta Sofronieva, Bulgarien
- Dato Turaschwili,  Georgien
- Eliot Weinberger, USA
- Serhij Zhadan, Ukraine